Leonorenstraße nachhaltig entwickeln - keine politischen Schnellschüsse zu Lasten von Flüchtlingen, Senioren, Anwohnern und Natur
Ohne Not will der Senat in Lankwitz den Park eines Seniorenheims zerstören, um dort eine Gemeinschaftsunterkunft für 500 Flüchtlinge in Betonbauweise zu errichten.

Worum geht es?
- In Berlin Lankwitz, Leonorenstraße 17-33, soll eine Gemeinschaftsunterkunft für ca. 400 Flüchtlinge entstehen. Vorgesehen sind fünf dauerhafte, mehrstöckige Gebäude – so genannte MUF (Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge) mit einer Standzeit von 60 bis 100 Jahren.
- Hierfür soll dieser Park (Foto) eines Seniorenheims in großem Umfang zerstört und zahlreiche über 100 Jahre alte Bäume gefällt werden. Der Park dient als Erholungsgebiet für ca. 220 Bewohnerinnen und Bewohnern des Vivantes-Pflegeheims „Haus Leonore“.
- Dies sehen die Pläne von Finanzsenator Kollatz-Ahnen (SPD) und Bausenator Andreas Geisel (SPD) vor.
- Benachbarte Bauruinen sollen hingegen bestehen bleiben, anstatt diese Flächen zu sanieren und für die Modulbauten zu nutzen.
- Angelegt wurde der Park vor 100 Jahren von dem berühmten Mediziner James Fraenkel (Familie ist 1938 emigriert). Einem breiteren Publikum bekannt wurde der Park als Schauplatz des Films „Sein letztes Rennen“ mit Dieter Hallervorden.
Aktuelle Informationen:
- erschienen im Tagesspiegel - Online vom 2.9.2026 berichtet: „Ein neues Zuhause in Geborgenheit. Umgeben von einem weitläufigen Park“ so wirbt die Vivantes Hauptstadtpflege für ihr Haus Leonore in der Leonorenstraße 17, 33 und 33A in Lankwitz“.
- Der Heimbeirat - der die Belange der Bewohner und Angehörigen des Seniorenheims vertritt, ist über die Senatspläne empört und fühlt sich übergangen.